Die Geschichte Schottlands
| 1800 v. Chr.: | Einwanderer bringen die Metallverarbeitung nach Schottland mit. Das nötige Zinn wird aus Cornwall importiert. (Bronzezeit) |
| 4.Jh.v.Chr.: | Die rothaarigen Kelten überschwemmen Schottland, sie kamen von Nord Irland aus auf die westlichen Inseln und von dort in die Highlands. |
| 82 n.Chr.: | Die Römer stoßen ins
südliche Schottland vor. Die Kelten weichen der offenen Schlacht
aus, führen in den Sümpfen und Urwäldern einen Guerilla
– Krieg und reiben die römische Legion vollkommen auf. Die
Unterwerfung ist fehlgeschlagen. Bericht von Tacitus. |
| 122 n.Chr.: | Die Römer unter Kaiser Hadrian errichten die Grenzmauer „Hadrian´s Wall“ entlang der schottisch - englischen Grenze, dort kommt es aber immer wieder zu Überfällen. |
| 143 n.Chr.: |
Die Römer
errichten einen zweiten Wall, den Antoniuswall, dieser reicht von der
Firth - Mündung dem heutigen Edinburgh bis zum Clyde - Fjord beim
heutigen Glasgow. |
| 4 Jh. n.Chr.: | Das Römische Reich bricht zusammen. |
| 5 Jh. n.Chr.: | Die Pikten siedeln sich im
östlichen Teil der Highlands (nördlich von Edinburgh an). Von
dort greifen sie in wüster Kriegsbemalung ihre Nachbarn an.
Die Skoten gründen in den westlichen Highlands und auf den Hebriden Inseln (oberhalb von Glasgow) ein Königreich. Die Britonen wandern aus Wales und siedeln sich in den Lowlands südlich von Glasgow an. Die germanischen Angelsachsen, die aus England kamen, bevölkern seit dem 6 Jh. n.Chr. die östlichen Lowlands unterhalb von Edinburgh. |
| 563 n.Chr.: | Der irische Mönch St. Columban gründet das erste Kloster auf dem westlichen Inselchen Iona. Von dort ziehen Glaubensboten aus, die bis ca. 700 n.Chr. alle vier Reiche des heutigen Schottlands chistianisieren. Diese von Rom unabhängige Mönchskirche fällt erst im nächsten Jahrhundert unter dem Einfluß des Papstes. |
| 800 n.Chr.: | Die Wikinger mit ihren
Drachenschiffen fallen über die Küstenorte her. Während
die „Geißel des Abendlandes“ verheerende Verwüstung
anrichtet, schwächen sich die vier schottischen
Königtümer durch interne Kriege. Auf den Orkneys und Shetlands, auf den Hebrideninseln und im nördlichen Küstenstreifen errichten die Normannen eigene Reiche und addieren sich als fünfter Volksstamm zu den vier bestehenden Reichen hinzu. |
| 843 n.Chr.: | Der Skotenkönig Mac Alpine vereinigt sein Reich mit dem der Pikten und gründet das KÖNIGREICH OF SCOTIA, die gesamten Highlands nördlich der Linie Edinburgh – Glasgow befinden sich nun unter einer Krone. |
| 997 n.Chr.: | König Kenneth II. wird gekrönt. |
| 1018 n.Chr.: | König Malcolm II. besiegt die Angelsachsen in den südöstlichen Lowlands, knapp 20 Jahre später bringt sein Enkel Duncan I. das Gebiet der walisischen Britonen (westliche Lowlands) unter die Krone. |
| 1040 n.Chr.: | Um 1040 ermordet Macbeth den Staatsgründer Duncan I. (Nachzulesen bei Shakespeare). |
| 1043 n.Chr.: | Das vereinigte Königreich Schottland umfaßt in etwa die heutige Staatsgrenzen. Ausnahme sind die noch von den Normannen beherrschten Gebiete und Inseln! |
| 1050 n.Chr.: | Die einzelnen Stämme sind zu Clans formiert, die sowohl untereinander als auch gegen den König Kriege fast als Sport führen. |
| 1066 n.Chr.: | Die französischen Normannen unter „William The Conqueror“ überfallen England und errichten einen straff organisierten Versallenstaat mit französischer Oberschicht. Viele Adelige und Leute der Bildungselite aus der angelsächsischen Bevölkerung fliehen in das südliche Schottland. Eine erste Kluft entsteht in der Sprache zwischen den Lowlands und den Highlands. Unter den Flüchtlingen befindet sich auch Margaret (wurde später heilig gesprochen), die sich mit dem schottischen König Malcom III. vermählt. (Englisch ausgerichtete Kirche und Gerichtsbarkeit). |
| 1097 n.Chr.: | Unter Malcoms III. Söhnen Edgar I., Alexander I. und David I. festigte sich die Bande mit England durch Heirat. |
| 1124 n.Chr.: | David I. modernisiert die Verwaltung ,den Handel und das Rechtssystem. |
| 1165 n.Chr.: | Es kommt immer häufiger zu
Grenzstreitigkeiten mit England so das Schottland sich mit Frankreich
verbündet; 1165 die Gründung der sog. Auld Alliance. Viele
schottische Adlige nahmen einen Mischnahmen aus traditionellen
schottischen und französischen Namen
an ( Brus – Bruce und Stewart –
Stuart). Alexander II. erlangte die Unabhängigkeit der schottischen Kirche. Unter König Alexander III. brach das goldene „Age“ an. Burgfriede mit England, in einem Krieg gegen Norwegen werden die Wikinger von den Hebrieden – Inseln vertrieben. |
| 1286 n.Chr.: | Alexander III. stirbt ohne Nachkommen, als letzter des alten Königsgeschlechtes. Zu diesem Zeitpunkt brechen die Kämpfe an den Grenzen erneut aus, da sich Frankreich aus dem Pakt zurück gezogen hat. Nach dem Ableben Alexanders III. erhebt Edward I. König von England den Thronanspruch . |
| 1296 n.Chr.: | Überschreitet Edward I. die
Grenzen und legt Berwick in Schutt und Asche, dieses trägt ihm den
Spitznamen „Schotten – Hammer“ ein. Ergebnis: die Feudalherren erkennen ihn als König an. Als Symbol seiner Macht nimmt er den „Stone of Destiny“ mit nach Westminster, dieses ist das Nationalheiligtum, auf dem sich die schottischen Könige krönen ließen. Rund 650 Jahre später, im Jahre 1951, wurde dieser Stein von drei schottischen Nationalisten in einer Nacht – und – Nebel - Aktion zurück nach Schottland gebracht. Er wurde wieder an London zurückgegeben. |
| 1297 n.Chr.: | Der Widerstand gegen Edward I. formierte sich unter William Wallace. 1297 erleidet England eine verheerende Niederlage bei Stirling Bridge. |
| 1298 n.Chr.: | Der englische Sieg in der Schlacht bei Falkirk über den aufständischen schottischen Adel besiegelt die Unterwerfung Schottlands. König Eduard I. setzt Robert Bruce als Regenten ein, der sich aber schnell selbst gegen die englische Herrschaft erhebt |
| 1304 n.Chr.: | Wallace wird von Sir John Menteith an England verraten und gefangengenommen. Die Anklage lautete Hochverrat, obwohl Wallace nie den Gefolgseid auf Edward I. geleistet hat. Eine Gelegenheit zur Verteidigung erhielt er nicht. Wallace wurde gehängt, noch lebend abgenommen, man schleifte ihn in einem Weidenkorb durch London, kastriert ihn, reißt Stück für Stück die Gedärme aus seinem Leib und verbrennt sie vor den Augen des Sterbenden; danach wurde er gevierteilt und danach enthauptet; sein Kopf wurde für alle sichtbar auf der Londonbridge aufgespießt. Die vier Teile seines Körpers wurde nach Newcastle, Berwick, Stirling und Perth geschickt und als Abschreckung zur Schau gestellt. Schottland hatte einen Märtyrer und Nationalhelden.(Dieses Kapitel ist in Braveheart zu sehen). |
| 1306 n.Chr.: | Wurde Robert The Bruce zum König von Schottland, vorher lebte er im Untergrund ; um dort seinen Stand behaupten zu können, tötete er einen seiner Mit - Anwärter auf die schottisch Kronen. Eine Monat später besiegte Edward I.Schottland. Nach seiner Ächtung geht Robert The Bruce wieder in den Untergrund und kehrt 1307 nach dem Tod Edward I. zurück. Edward II. hatte nicht das Kaliber seines Vaters, so konnte Robert The Bruce einen Sieg nach dem anderen auf die Krone Schottlands verbuchen. Robert The Bruce sagte später: „Nicht für Ruhm, Reichtum oder Ehre kämpfen wir, sondern allein für Freiheit, die Freiheit, die kein guter Mann verliert außer mit seinem Leben“. |
| 1314 n.Chr.: | Schottland bleibt das „enfant terrible“ im englischen Machtbereich. 1314 in der „Battle of Bannockburn“ erringt Robert The Bruce einen entscheidenden Sieg, und trägt somit für weitere 15 Jahre die Krone Schottlands, bis er nach einer Lepraerkrankung stirbt. |
| 1327 n.Chr.: | Schottland bekommt die Urkunde zur Unabhängigkeit. Diese hatte auch die nächsten 400 Jahre seine Gültigkeit. |
| 1371 n.Chr.: | Der Sohn von Robert The Bruce, David II. wird sein Nachfolger; dieser wird von den Engländern gefangen genommen, doch der Enkel von Robert The Bruce Robert Stuart führt die Regierungsgeschäfte weiter. 1371 stirbt David II. und die Krone geht auf die Stuarts über. In den nächsten 100 Jahren gibt es immer wieder Kriege mit England. Die Stuarts liefern sich immer wieder erbitterte Fehden und versuchen ihre Macht zu vergrößern; Hungersnöte, Pest und Gesetzlosigkeit grassieren. |
| 1411 n.Chr.: | In St. Andrews wird die erste Universität gegründet. Gleich nach der Krönung von Robert II., stürzt das Land in Anarchie, die Adelshäuser legen sich Privat - Armeen zu und werden fast genauso mächtig wie der König. Die Hebriden - Inseln verbünden sich mit England. Sein Sohn Robert III. läßt sich in seiner Regierungszeit von einem Regenten vertreten, der das Land aber nie in den Griff bekam. Sein Nachfolger James I. (1424 – 1437) bekommt das Land wieder in den Griff. Seine erste Amtshandlung war eine Massenexekution der besonders mächtigen Adelsfamilie Albany und verleibte sich deren Besitztümer ein. Als nächstes lädt er alle Clan - Chiefs der Highlands ein, um die Aufsässigen kurzerhand in den Kerker zu werfen. Streitbare Grafschaften der Lowlands werden annektiert. |
| 1437 n.Chr.: | Bei einer Weihnachtsfeier wird James I von seinen
Familienmitgliedern erstochen. Er hinterläßt einen Sohn von
6 Jahren. Als der Regent den 14 jährigen Earl of Douglas und dessen jüngeren Bruder zum Geburtstagsdinner des 8 jährigen Sohn von James I. lädt, ersticht dieser die Douglas - Kinder vor den Augen des Thronfolgers (dieses ging als der „Black Dinner“ in die Geschichte ein). |
| 1449 n.Chr.: | James II. wird gekrönt. Er setzt die Reformen seines Vaters durch und erhält durch die englischen Rosenkriege (1455 – 1485) Rückendeckung. Bei einer Schlacht gegen den Clan der Douglas, die seine Armee 1460 gewinnt, wird James II. durch die Explosion eines Kanonenrohres erschlagen und stirbt augenblicklich. |
| 1469 n.Chr.: | James III. heiratet die Tochter des Königs von Norwegen, diese bringt als Mitgift die Orkney – und Shetlandinseln mit nach Schottland. Bei einem Sturz vom Pferd bittet er einen Priester ihm aufzuhelfen, der dunkel gekleidete Herr zieht statt der Bibel einen Dolch aus seinem Gewand und ersticht den König. |
| 1488 n.Chr.: | James IV. kommt an die Macht, er lernt Gälisch, um besser mit den Highlandclans zu verhandeln. Unter ihm hält die Renaissance Einzug in Schottland. Schottland wird salonfähig. |
| 1511 n.Chr.: | Es entsteht eine Allianz aus England, Spanien und dem Papst, die sich feindlich Frankreich gegenüber verhielten. Um die „Balance of Power“ zu erhalten, rückt James IV. näher an Frankreich an und erneuert die „Auld Alliance“. |
| 1513 n.Chr.: | Es kommt zur Eskalation. Die Schotten greifen das haushoch überlegende Vereinte Heer an (Flodden Field), werden vernichtend geschlagen und verteilen sich über das Land. Der König und ein Großteil der schottischen Führungselite kommen ums Leben (The Flowers of the Forest are a‘wede away). Eine der größten Tragödien Schottlands. Nach der Krönung von James V. heiratet er eine erzkatholische französische Frau aus dem Hause Guise. Dieses zieht den Zorn des englischen Königs Henry VIII. auf ihn, der gerade mit Rom gebrochen hatte. Es kommt zum Krieg und James V. verfällt in Depressionen. |
| 1518 n.Chr.: | Connor McLeod wird in Glenfinnan am Ufer des Loch Shiel geboren. |
| 1536 n.Chr.: | Der Clan der McLeod kämpft gegen den Clan der Fraisers. Connor McLeod wird von Kurgan erstochen und wird für Tod erklärt. Doch Connor McLeod rappelt sich wieder auf und wird aufgrund der Tatsache, daß er tot war, von seinem Land vertrieben. Die McLeods nahmen an er wäre mit Luzifer im Bunde. |
| 1541 n.Chr.: | James V. erfährt auf dem Todesbett die Geburt von Töchterchen Maria Stuart. Der kränkelnde Sohn des Königs von England soll Maria heiraten, um beide Länder zu vereinen, doch die Mutter von Maria läßt dies nicht zu. Von dort an startet der englische König wiederholte Überfälle und verwüstet weite Gebiete der Lowlands; dies ging in die Geschichte als „The Rough Wooing“ (die grobe Brautwerbung) ein. |
| 1546 n.Chr.: | Die Mutter von Maria schickt Maria zur Erziehung nach Frankreich. Diese wird streng katholisch erzogen, doch Schottland wird protestantisch. Der Katholizismus wird in Schottland abgeschafft. |
| 1561 n.Chr.: | Die 19 jährige Maria Stuart trifft in Schottland ein und wird Königin von Schottland. Heiratet kurz darauf. Sie wollte die katholisch Kirche in Schottland einführen, dieses setzte sie auch mit Gewalt durch. Sie führt ein turbulentes Privatleben und ermordet ihren Ehemann, weil dieser ihren Liebhaber ermorden ließ. Unter dem Druck der Öffentlichkeit dankt sie zu Gunsten ihres Sohnes James VI. ab und flieht nach England, wo sie nach 20 Jahren Haft auf dem Schafott endet. |
| 1579 n.Chr.: | Die Bibel wird das erste mal in Schottland gedruckt. |
| 1583 n.Chr.: | James VI. übernimmt die Regentschaft. Da Elizabeth I. nie heiratete und somit auch kinderlos blieb, hatte James VI. aufgrund der verwandtschaftlichen Beziehung ein Anrecht auf die Krone Englands. |
| 1592 n.Chr.: | Duncan McLeod wird in den schottischen Highlands geboren. |
| 1603 n.Chr.: | Die englische Königin Elizabeth I. stirbt und James VI. wird zu James I. von England. Er besucht nur noch ein einziges Mal das Land seiner Vorväter. Erstmals sind England und Schottland vereint (Personalunion). Das erste Mal taucht der Union Jack und Great Britain auf. Die nächsten 150 Jahre bis zur Realunion bleibt die Geschichte Schottlands stürmisch. Die Highlands waren Jakobisch und die Lowlands radikal - protestantisch. Die Highlands standen hinter dem König und die Lowlands hinter dem Parlament. James VI./I. kommt mit dem mächtigen Parlament von England in Konflikt, so daß es zu Tumulten kommt. Der homosexuelle König umgibt sich mit untalentierten Schönlingen als Berater, dies schaukelt die Unruhen weiter in die Höhe. Nachfolger wird sein Sohn Charles I., der versucht, die englische Bischofskirche auch in Schottland einzuführen, doch der Adel schließt sich zum National Covent zusammen . |
| 1648 n.Chr.: | Das Pulverfaß geht hoch, als es zum Bürgerkrieg kommt; die Königstruppen gegen die vom Protestantismus geprägten Parlamentarier, der schottische Adel unterstützt das Parlament. |
| 1649 n.Chr.: | Charles I. wird der Prozeß gemacht und er wird enthauptet. Die Allianz mit dem englischen Parlament zerbricht. Die Royalisten formieren sich als Jakobiten, und unter der Führung von Oliver Cromwells errichten diese eine harte Militärdiktatur. |
| 1660 n.Chr.: | Nach dem Tode Cromwells erfolgte die Restauration der Stuarts unter Charles II., der die anglikanische Kirche mit nach Schottland brachte. Die Protestanten wurden verfolgt und schlossen sich in Geheimzirkeln zusammen. In den „Killing Times“ von 1670 – 1680 werden Tausende Protestanten ermordet. |
| 1671 n.Chr.: |
Robert MacGregor
wird am 1.2. in Trossachs geboren. Er wächst in einem
protestantischen und jacobitischen Familie auf. |
| 1685 n.Chr.: | Folgt der katholische James II. / James VII. auf den Thron. Nachfolger sind wieder strenge Protestanten, Queen Mary und Wilhelm von Oranien. Wilhelm von Oranien verlangt von den Highlandclans den Treueid, als der MacDonald - Clan diesen zuspät liefert, wird in einer heimtückischen Meuchelaktion der gesamte Clan abgeschlachtet (Massacre of Glencoe). Der englische König verliert alle Sympathien und die Jakobiten erhalten starken Rückenwind. Gegen Ende des 17. Jh. herrscht eine verheerende Wirtschaftskrise, so daß sich Schottland mit England zusammenschließt (Realunion). |
| 1707 n.Chr.: | Der Zusammenschluß mit England wird unterzeichnet. |
| 1710 n.Chr.: |
Robert MacGregor
erwarb sich einiges Geschick als Viehhändler. |
| 1711 n.Chr.: |
Robert MacGregor
borgte sich etwas Geld beim Duke of Montrose, aber ein Vertrauter
verschwand mit dem Geld. Ein Haftbefehl zur Ergreifung Rob Roy's wurde
unterzeichnet, er verlor sein Land und wurde ein Geächteter.
Der Duke of Argyll gabt Rob Roy eine Zufluchtstätte. Der Duke
ermutigte Robert seinen Feind den
Duke of Montrose zu überfallen und zu bestehlen. |
| 1714 n.Chr.: | Als mit Queen Anne die dynastische Erbfolge zu Ende geht, wird ein Deutscher nach England bestellt und dort zum König gekrönt. King George I. aus dem Hause Hannover regierte das Land mit lockerer Hand und lernte nie die englische Sprache. |
| 1715 n.Chr.: | Versucht der Old Pretenders, die
Macht zu ergreifen, doch dieses Unternehmen scheiterte. England baute
Straßen und Militärstützpunkte in Schottland (Fort
William, Fort Augustus). Die auf das Clan – System bauende
Sozialordnung gerät ins Schwanken. Robert MacGregor kämpfte er auf der Seite der Jacobiten und er überfiel die Länder rund um Loch Lomond. Dafür wurde er des Hochverrates angeklagt. Er wurde ein gefürchteter Mann auf derm Kopf viel Geld stand. Er entging hunderten von Versuchen ihn zu schnappen. |
| 1725 n.Chr.: |
Er lieferte sich
General Wade aus, dem Erbauer vieler Straßen in den Highlands.
Rob Roy verpasste einen eingeengten Transport zu den Konolien. Er wurde
in Balquhidder zum Ende seiner Tage begnadigt. Am Ende wechselte er zu
Katholizismus. |
| 1734 n.Chr.: |
Robert MacGregor
stab am 28.12. als freier Mann in Balquhidder. |
| 1744n.Chr.: | Der erste Golf Club (The Honourable Company of Edinburgh Golfers) der Welt wird gegründet. |
| 1745/46 n.Chr.: | Ein letztes Aufflackern der Jakobiten – Aufständen erfolgt
durch Charles Edward Stuart, den Enkel von James VII und Sohn des Old
Pretenders. Ein Frauenheld mit Mut und Ausstrahlung, der jeden
Highländer unter den Tisch säuft (er wurde liebevoll Bonnie
Prince Charlie genannt).
Als er 1745 mit privaten Geldern und gegen den Rat seiner
Sympathisanten
gegen England kämpft und einige Siege erringt wächst seine
Anhängerzahl. Er nimmt Edinburgh ein und lebt dort fünf
Wochen als ungekrönter König dort. Mit 6.000 Mann
marschiert er gegen London, auf dem Weg
dorthin besiegt er die englischen Armeen, doch 190 km vor der
Hauptstadt
verweigert man ihm die Gefolgschaft aus Angst eine Übermacht dort
vorzutreffen, der Rückzug beginnt. 16. April, der Tag der Niederlage: Bei einem Überraschungsangriff bei Culloden, in der nähe von Inverness, metzelt eine dreifache englische Übermacht innerhalb von einer Stunde 5.000 ausgemergelte schottische Soldaten nieder. Prince Charlie flüchtete ins Exil nach Italien. Da er keine Nachkommen hatte, starb das Stuardgeschlecht aus. England hatte aufgrund der Tatsache, daß sich Schottland gegen sie gestellt hatte, mit Massenhinrichtungen der Hochlandclans begonnen und zudem den Kilt, den Dudelsack sowie die Gälischen Sprache verboten. Dieses Vergehen kann nie wieder gutgemacht werden. |
| 1767 n.Chr.: | Das neue Testament wird das erste mal in gälischer Sprache gedruckt. |
| 1783 n.Chr.: | War ein hervorragendes Jahr: Mozart schrieb seine Krönungsmesse. Die Gebr. Montgolfiere stiegen mit ihrem Ballon auf. Groß - Britannien erkennt die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten an. |
| 19. Jh. n.Chr.: | Überall in Europa und den USA gab es die industriellen Revolution und die Umstrukturierung der Landwirtschaft. Schattenseiten waren die Massenverelendung und Ausbreitung der Slums. In den Highlands wird die Clanstruktur gekippt, die Region verkommt zur Provinz. Die Clan - Chiefs, die nach Culloden nicht enteignet wurden, gehen freiwillig nach London und verpachten ihren Besitz an ihre Vasallen. Diese fallen in ein soziales Nichts. Die Clearances (1780 – 1860) stellt die Schafzucht um, so daß es nur noch rentable Großfarmen gibt. Die Crofter (die schottischen Schafzüchter) werden von ihren Höfen vertrieben, Dörfer werden niedergebrannt und Zäune verschwinden. Bis zum Ende des Jh. sind die Highlands fast vollständig entvölkert. Zigtausende emigrieren nach Nordamerika oder Australien, andere sieden sich an den Küsten an oder gehen in die großen Industriereviere. Mitte des Jahrhunderts erschließt man die Highlands durch Kanäle und durch die Eisenbahn. In den Lowlands kehrt Frieden ein, die wirtschaftlichen Kräfte können sich entfalten. Es entwickelt sich ein Industriegürtel zwischen Glasgow und Edinburgh mit großen Bevölkerungskonzentrationen. Von anfangs Baumwoll – und Tabakindustrie stellt man während des Bürgerkriegs der USA um auf Schwerindustrie und Schiffswerften. Industrielle Keimzelle wird Glasgow. Edinburgh wird zur Kultur – Metropole und gilt als „in“. Top Architekten bauen die New Town auf. Schottland bringt zu dieser Zeit wichtige Erfinder und Denker hervor (z.B. Adam Smith trat für freien Wettbewerb in Wirtschaft und im Freihandel ein, David Hume (nach ihm ist der einzige Bewußtseinsinhalt die Summe der Eindrücke), Robinson – Autor Daniel Defoe, etc.) und das Land streift den Geruch der Rückständigkeit ab. Pionierarbeit leistet der Nationaldichter Sir Walter Scott, der mit seinen Büchern (bis heute einige der meistgelesenen der Welt) eine Art Schottland - Begeisterung auslöst. |
| 1832 n.Chr.: | Queen Victoria kauft sich einen Landsitz (Balmoral Castle), ihr Mann geht dort auf die Jagd. Eine solche Jagdhütte in den Highlands gehört bald zum notwendigen Outfit der gehobenen Klasse. |
| 1885 n.Chr.: | Schottland hat nur 71 der 635 Sitze im Unterhaus, So daß Schottland in Westminster ein eigenes Ministerium für Schottland Politik (Scottish Office) gründet. |
| 1930 n.Chr.: | Die Scotish National Party (SNP) gewinnt an Einfluß und verlangt die staatliche Selbständigkeit (Parole: Home Rule). Auftrieb geben die allgemeine Erosion des British Empire und das Nordseeöl. Nach dem ersten Weltkrieg ist jeder dritte Schotte arbeitslos. Nach dem zweiten Weltkrieg folgt gegen Ende der fünfziger Jahren der Abschwung, der das Land bis heute schüttelt. |
| 1976 n.Chr.: | SNP erhält 13 der 71 Sitze in Unterhaus. Ein Referendum der Teilautonomie Schottlands wird gestellt, aber nur ein Drittel der Wahlberechtigten votiert dafür. |
| 1982 n.Chr.: | Papst Johannes Paul II. besucht als erster Papst Schottland. Er besucht Glasgow und Edinburgh. |
| 1993 n.Chr.: | Die Arbeitslosigkeit liegt bei etwa 13%.Gründe dafür sind die strukturellen Probleme, veraltete Produktionsanlagen, Großbritanniens Verlust der dominierenden Stellung in der Weltpolitik und die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte! |
| 1994 n.Chr.: |
John Smith, der
Oppositionsführer der Labor Partei, stirbt überraschend. Er
wird auf der Kolsterinsel Ilona begraben. |
| 1996 n.Chr.: | The Stone of Destiny wird von England an Schottland zurückgegeben, vor 700 Jahren wurde er von Edward I. aus Schottland gestohlen. |
| 1997 n.Chr.: | In einem durch Premierminister Tony Blair ermöglichten Referendum entscheiden sich die Schotten mit rund 75% der abgegebenen Stimmen für ein eigenes schottisches Parlament. |
| 2000 n.Chr.: |
Im schotischen
Parlament, das im Juli 1999 durch Königin Elizabeth II.
eröffnet wurde,
findet erstmals eine zweisprachige Debatte um die Zukunft der
gälischen
Sprache statt. |
Robert
Louis Stevenson
(Schriftsteller) sagte einmal:
„Was
eint, ist das Bewußtsein, nicht englisch zu sein“.
Dirk Hilker 2003